Lan­ge Straße

Was tun Sie kon­kret und in Zukunft, um die his­to­ri­schen Häu­ser an der Lan­gen Stra­ße zu erhalten?

FDP

Wir haben als FDP in den bis­he­ri­gen Aus­schuss- und Rats­sit­zun­gen zu die­sem The­ma ein­deu­tig Stel­lung bezo­gen. Für uns ist wich­tig, dass mög­lichst vie­le his­to­ri­sche Häu­ser erhal­ten und einer sinn­vol­len Nut­zung zuge­führt wer­den. Bei den unter Denk­mal­schutz ste­hen­den Häu­sern ist die Erhal­tung gesetz­lich gere­gelt. Bei den ande­ren Häu­sern soll­te es nach unse­rer Auf­fas­sung kei­ne Denk­ver­bo­te geben. So kön­nen wir uns auch vor­stel­len, dass Fas­sa­den erhal­ten oder nach his­to­ri­schem Vor­bild wie­der­her­ge­stellt wer­den, das Inne­re aber ent­kernt und für eine sinn­vol­le Nut­zung umge­baut oder auch neu gebaut wird. Unter sinn­vol­ler Nut­zung ver­ste­hen wir dabei vor allem die Nut­zung für Wohn­zwe­cke, um dadurch den ange­spann­ten Woh­nungs­markt zu entlasten.

CDU

Der Hei­mat­ge­dan­ke ist bei der CDU tief ver­wur­zelt. Die CDU hat sich in der Ver­gan­gen­heit immer stark für die Geschich­te und His­to­rie unse­rer Stadt ein­ge­setzt. Wir unter­stüt­zen die Ein­set­zung eines Gestal­tungs­bei­ra­tes, sowie die Ein­bin­dung der Bür­ger in die Ideen­fin­dung im Rah­men eines zwei­ten Bür­ger­work­shops. Hal­le, erst­ma­lig 1246 genannt, kann auf eine lan­ge Geschich­te zurück­bli­cken. Nicht zuletzt durch die 300-Jahr-Fei­er zu den Stadt­rech­ten in 2019 wur­de dies noch­mal in den Mit­tel­punkt gestellt. Ein Blick in vie­le anor­ga­nisch wach­sen­de Orte zeigt immer das glei­che Bild. Alte Gebäu­de wer­den zu Guns­ten neu­er bil­li­ge­rer und platz­spa­ren­der Wohn­ein­hei­ten ent­fernt. Hier spielt die Lang­le­big­keit der alten Gebäu­de im Ver­gleich zu den neu­en kurz­le­bi­ge­ren Putz­bau­ten anschei­nend kei­ne Rol­le, auch nicht vor dem Hin­ter­grund des Umwelt­schut­zes. Auf die his­to­ri­sche Ent­wick­lung, auf die Indi­vi­dua­li­tät der ein­zel­nen Stadt und des Stadt­kerns wird offen­sicht­lich immer weni­ger Wert gelegt. Auch in Hal­le haben wir vie­le his­to­ri­sche Stät­ten. Neben dem Hal­ler-Herz, haben wir Was­ser­schlös­ser, Kir­chen, Denk­mä­ler und die Wald­be­gräb­nis­se im alten Landschaftspark/Stadtwald. Vie­le die­ser Denk­mä­ler ste­hen in einem engen Bezug zu eini­gen Häu­sern an der Lan­ge Stra­ße bzw. zum Skulp­tu­ren­park. Geschich­te wird und ist bei uns noch real erleb­bar. Lei­der sind vie­le Gebäu­de in der Ver­gan­gen­heit von ihren Eigen­tü­mern aus unter­schied­lichs­ten Grün­den nicht so gepflegt wor­den wie es hät­te sein sol­len, sodass es Gebäu­de mit grö­ße­rem Sanie­rungs­be­darf gibt. Aber Geschich­te gehört zu Hal­le und Geschich­te gibt es nir­gend­wo kos­ten­los, ohne Geschich­te oder erleb­ba­re His­to­rie ver­liert eine Stadt sei­ne See­le und sein Gesicht. Daher sind geschicht­li­che prä­gen­de Gebäu­de auch in Hal­le mög­lichst zu erhal­ten. Nicht zuletzt des­halb gibt es in NRW erst­ma­lig ein Hei­mat­mi­nis­te­ri­um mit einem För­der­pro­gramm „Hei­mat. Zukunft. NRW“. Früh­zei­tig, auch zur För­de­rung des Hei­mat­ge­dan­kens und Prü­fung ver­schie­de­ner Optio­nen haben wir einen Antrag auf Kon­zept und Umset­zung des Hei­mat­pro­gram­mes NRW (auch für die Lan­ge Str.) ange­regt. Lei­der wur­de z. B. die Ver­ga­be des Hei­mat­prei­ses (z.B. für die Bür­ger­initia­ti­ve Lan­ge Str. oder Hei­mat­ver­ei­ne) abge­lehnt. Eben­so die Nut­zung von Gel­dern des Hei­mat­fonds sowie des Hei­mat­zeug­nis­ses für Bür­ger­work­shops in Sachen „Lan­ge Str.“. Zu einer mög­li­chen Instand­set­zung der Gebäu­de war von den der­zei­ti­gen rot-grü­nen Mehr­hei­ten eine Dis­kus­si­on nicht gewollt. Auch eine Besich­ti­gungs­tour ziel­te nur auf den Abriss hin. Eine öffent­li­che Dis­kus­si­on hat es bis­lang lei­der nicht gege­ben. Ver­wal­tungs­sei­tig sind ledig­lich die Infor­ma­tio­nen zum Hei­mat­scheck an die Hei­mat­ver­ei­ne wei­ter­ge­lei­tet wor­den. Die­ser wur­de auf­grund unse­res Antra­ges bereits schon mehr­fach (Kün­se­beck, Bokel, etc.) in Anspruch genom­men, wor­über wir uns sehr freu­en. Wir bli­cken sehr gespannt auf die Vor­trä­ge zur Aus­rich­tung einer Lan­des­gar­ten­schau in Hal­le. So könn­te die CDU für die Stadt Hal­le bei Schwer­punkt­set­zung auf Umwelt­schutz und Geschich­te durch­aus mög­li­che Nut­zungs­op­tio­nen für die Gebäu­de auf­zei­gen. Nicht zuletzt auf­grund der Quer­be­zie­hun­gen zum Land­schafts­park im Stadt­wald. Damit wäre die Sanie­rung der Gebäu­de als Mus­ter­häu­ser zur his­to­ri­schen umwelt­ver­träg­li­chen Alt­bau­sa­nie­rung im Rah­men einer Lan­des­gar­ten­schau mög­lich und mit Gel­dern aus För­der­töp­fen finan­zier­bar, wenn man nur woll­te. Im Nach­gang kön­nen die Gebäu­de bei­spiels­wei­se als moder­ne Co-Working-Spaces für Unter­neh­men die­nen oder öffent­li­che Ein­rich­tun­gen beherbergen.

Bünd­nis 90 / Die Grünen

Auf Anre­gung der Grü­nen ist ein mobi­ler Gestal­tungs­bei­rat nach Hal­le ein­ge­la­den wor­den, der uns über die Mög­lich­kei­ten einer attrak­ti­ven Innen­stadt­ge­stal­tung und des Erhalts his­to­ri­scher Bau­sub­stanz (hier­zu zäh­len wir auch Haus Bru­ne) infor­mie­ren wird. Für wich­tig hal­ten wir einen ganz­heit­li­chen Blick auf die Gestal­tungs­ach­se Lan­ge Stra­ße. Die Fach­werk­häu­ser sind dabei wich­tig, eben­so wich­tig ist eine attrak­ti­ve Gestal­tung der Umgebungsnutzung.

UWG

Mit dem Antrag der UWG-Frak­ti­on vom 07.01.2019 für eine Erhal­tungs­sat­zung haben wir bereits deut­lich gemacht, dass uns der Erhalt sehr wich­tig ist. Die Häu­ser sind zum gro­ßen Teil im heu­ti­gen Bau­zu­stand nicht nutz­bar. Wir wer­den jede Akti­vi­tät unter­stüt­zen, die den Erhalt die­ser Häu­ser – und vor allen Din­gen der Fas­sa­den – mög­lich macht.
Neben dem Erhalt von Bau­sub­stanz soll­te bei wei­te­ren Pla­nun­gen der Erhalt des prä­gen­den Stadt­bil­des im Vor­der­grund ste­hen. Der beauf­trag­te, neu­tra­le Bei­rat wird kurz­fris­tig aktiv wer­den und mit den dann vor­lie­gen­den Vor­schlä­gen wer­den wir uns kon­struk­tiv beschäftigen.


Bit­te auf den Namen der Par­tei kli­cken, um die Anwort zu sehen. | War­um kann ich hier mei­ne Par­tei nicht sehen? Die Ant­wort.

zur Startseite